“Er hat mein kulinarisches Leben verändert”: Sergio Herman und Nick Bril kochen bei Christian Bau erstmals in Deutschland – fünfstündiger Facebook-Livestream aus der Küche

6-Hands-Dinner Sergio Herman Gruppenbild auf Schloss Berg

“Er hat mein kulinarisches Leben verändert”: Sergio Herman und Nick Bril kochen bei Christian Bau erstmals in Deutschland – fünfstündiger Facebook-Livestream aus der Küche

Am Sonntag, den 20. November, kochten die Chef-Rockstars Sergio Herman und Nick Bril aus dem Restaurant “The Jane” in Antwerpen auf Einladung von Christian Bau erstmals in Deutschland. 45 Gäste und ausgewählte Pressevertreter erlebten ein Menü auf höchstem Niveau. Was sich in der Küche abspielte, konnten Facebook-Zuschauer live verfolgen.

 

Wonach sich womöglich viele Köche sehnen, hat Christian Bau am vergangen Sonntag erreicht: Die belgischen Küchen-Rockstars Sergio Herman und Nick Bril aus dem spektakulären Restaurant “The Jane” in Antwerpen sind seiner Einladung gefolgt und gaben im dreifach besternten Gourmetrestaurant “Victor’s Fine Dining by Christian Bau” in Perl-Nennig ihr kulinarisches Debüt in Deutschland zum Besten. “Sie sind die Rockstars unserer Branche. Es ist eine riesige Ehre für uns, dass sie hierher kommen und mit uns kochen”, erzählte Christian Bau zuvor voller Aufregung.

„Ich wusste nicht, dass Christian so stark mit asiatischen Komponenten arbeitet. Es war anders, aber auch sehr gut“, lautete das Fazit von Sergio Herman, nachdem Christian Bau ihn und sein Team zum Lunch über vier Stunden lang auf seine Reise von Paris nach Tokio nahm.

Während Sergio Herman von Christian Baus präziser, perfekter und Detailverliebter Küche beeindruckt ist, fasziniert Bau nichts so sehr wie die Atmosphäre, die Sergio Herman in seinen Restaurants schafft. „Als Sergio und ich uns 2005 kennengelernt haben, lud er mich in sein damaliges Restaurant ‚Oud Sluis’ ein. Das hat mein kulinarisches Leben verändert. Nicht nur auf Grund der Küche, sondern auch auf Grund der Gastfreundschaft. Bei ihm lief damals schon Ibiza Musik im Restaurant. Alles war mega locker und auch das Essen war fantastisch. Er schuf Kombinationen, die ich heute noch im Kopf habe. Zum Hauptgang gab es Reh mit einem Gänseleber-Bonbon, dieses Gericht habe ich heute noch vor Augen“, erzählte Christian Bau den Journalisten am Nachmittag. „Das alles hat mich nachhaltig beeindruckt. Ich habe schon auf dem Weg nach Hause gesagt: Man muss das, was wir in Deutschland machen, komplett überdenken. Die Gastgeberkultur muss viel lockerer werden, die Menschen sollen Spaß beim Essen haben. Die Musik darf nicht mehr Pavarotti sein und der Service braucht auch keine Krawatte mehr tragen.“ Seitdem findet man im „Victor’s Fine Dining by Christian Bau“ keine weißen Tischdecken mehr.

 

Das Livestream-Experiment: In der Küche filmten vier iPhone Kameras gleichzeitig

Am Abend kamen 45 Gäste sowie einige ausgewählte Pressevertreter in den Genuss zahlreicher (8) Amuses sowie von neun im Wechsel servierten Gängen der Spitzenköche Bau, Herman und Bril. Wovon die Gäste nichts bemerkten, war das lebendige Treiben in der überschaubaren Küche des “Victor’s Fine Dining by Christian Bau”. Zwischen einer teilweise 26-köpfigen Brigade aus Köchen, Servicekräften und Spülern, bewegte sich ein Team von drei Redakteuren der agentsgroup, um die Geschehnisse am Herd zu filmen und diese live auf Facebook auszustrahlen. Eine Redakteurin mit einer mobilen Kamera moderierte, führte Interviews mit den Köchen und beantwortete die Fragen der Zuschauer.

Drei weitere, fest installierte iPhone Kameras filmten aus verschiedenen Blickwinkeln gleichzeitig. Der Livestream, den sich die Zuschauer auf dem Facebook Profil des Victor’s Fine Dining ansehen konnten, war somit ein lebendiger Perspektivenwechsel zwischen Zubereiten der Komponenten, Anrichten am Pass, Nahaufnahmen der Teller sowie Interviews mit den Protagonisten Christian Bau, Sergio Herman und Nick Bril.

Unterstützung erhielt das Team der agents group von Björn Staschen, der die verschiedenen Kameraperspektiven über eine Regie-App am iPad steuerte. Staschen hatte die App bereits bei den Präsidentschaftswahlen in Washington für den Weltspiegel erfolgreich getestet. Sie ermöglicht nicht nur einen ständigen Kamerawechsel, sondern auch das Einblenden von Titeln und Hinweisen für die Zuschauer. In Deutschland war ein Livestream dieser Art völlig neu und somit ein Experiment.

Das erste Video erzielte seine Wirkung: Bis zu 150 Personen verfolgten live auf Facebook, wie die Spitzenköche im Wechsel ihre Gänge schickten. Der Film wurde bereits über 11.000 Mal aufgerufen und erreichte fast 30.000 User, insgesamt erzielten alle Livestreams über 100.000 Personen.

Kurzfristig ins Leben gerufen, war das Ziel des Livestreams, die Zuschauer mit exklusiven Einblicken in die Küche von Christian Bau zu begeistern, erreicht. Was als Experiment begann, möchte die agents group im nächsten Schritt nun zu einer echten Reportage ausbauen.

“Es war eine legendäre Nacht, das gab es auf Schloss Berg in 18 Jahren noch nicht. Es war Magie!” lautet das Fazit von Christian Bau.

Menü 6-Hands-Dinner 20. November 2016

 

Nick Bril [nb], Sergio Herman [sh] & Christian Bau [cb]

Japanische Gelbflossenmakrele  [cb]

Yuzu-koshu | Gartengurke | Buttermilch

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Zeeland Auster `creuse´

Version “Oud Sluis 2005” &

Zeeland Auster `6° deluxe´  [nb & sh]

Kohl | Buddha’s hand | Bergamotte | Vin jaune

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Jakobsmuschel  [nb & sh]

Seeigel | Umami bouillon

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Hummer  [nb & sh]

Dashibutter | geräucherte rote Bete

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Bar de ligne  [cb]

BBQ-Aal | japanische Aubergine | Kojyu-Vinaigrette

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Reh  [nb & sh]

Topinambur | Beeren | Blut

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`Schulterscherzel´

vom japanischen Beef  [cb]

Mais | schwarzer Knoblauch | Ponzu

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`Souvenir aus Asien´ [cb]

Pandan | Nashibirne | Ingwer

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Schokolade  [nb & sh]

Kokos | Rum | Zitrus

Fotos:© Lukas Kirchgasser Fotografie

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